… kann es passieren, dass man in Hundescheiße tritt und dadurch ausrutscht. Dabei fällt man so derbe auf den Allerwertesten, dass man sich fragt, ob man überhaupt nocheinmal aufstehen und weitergehen kann, manchmal muss sogar ein Krankenwagen kommen, weil man sich neben seinem Afterballen auch noch den Kopf angeschlagen hat, Hirnmasse austritt und der Verstand die Tetrismelodie summt, wodurch das Kleinhirn dem Großhirn sagt: “Ey Chef, meinst nicht es wäre Zeit abzutreten?”, weshalb man dann passend zur vom Verstand gesummten Melodie Tetris mit der Eisenbahn spielt.Naja, genug des methaphorischen Gesülzes.
Natürlich ist es immer sinnvoll seine Ziele so zu stecken, dass sie nicht gerade einfach, aber auch nicht unrealistisch sind. Es scheitert bei Vielen also schon direkt knallhart am Anfang, als Beweis dafür muss man sich nur eine der unzählichen Casting-Shows anschauen, die im deutschen Jammer-Fernsehen anschaubar sind und mir für diese These den Beweis bringt: Viele von denen, die “Superstar” (für eine Nacht vielleicht) werden wollen, haben gerade mal das Talent dazu, am Bug stehend zu singen, wenn die Titanic untergeht und alle in ein kaltes – aber vor allem auch stilles Grab zieht. Man möge sich nun vielleicht denken, warum ein nicht vorhandenes Gesangs-Talent am Bug stehend auf der Titanic singen sollte, während sie untergeht… – die Antwort ist einfach: Wäre die Titanic nicht untergegangen, hätte die untalentierte Person entweder nicht gesungen oder wäre über Bord geschmissen worden, hätte sie jemals damit angefangen. Nimmt man nun noch dazu, dass sie während des Unterganges singt, kommen zwei Begründungen zum tragen, die vielleicht etwas unersichtlich sind – auf den ersten Blick, aber dennoch plausibel daherkommen, wenn man sich nur darauf einlässt. Denn man darf nicht außer Acht lassen, dass die untalentierte Person am Bug früher oder später (wie die Geschichte zeigt glücklicherweise früher, denn der Untergang der Titanic dauerte nur 2 Stunden und 40 Minuten) auch jämmerlich stirbt, denn das Schiff ging nunmal unter. Die zweite Begründung lautet wiefolgt: Durch den Gesang sterben die umstehenden, nebenan hängenden, in Hörweite schwimmenden und herunterfallenden Menschen schneller, da sie diese Qualen maximal 5 Sekunden aushalten können. Was da angenehmer ist – also am Gesang oder am Eiswasser zu sterben – werde ich hier nicht weiter erörtern, manch einen Gedankengang mag ich Euch nicht vorweg nehmen. Allerdings muss ich auch hinzufügen, dass niemand früher auf die Idee kam, solche blöden Castingshows zu zeigen, erstens weil es kein Fernsehen gab und zweitens weil die Einhaltung von Menschenrechten damals noch ausgeprägter war (bis dann die Nationalsozialisten an die Macht kamen, dann gab es nurnoch die “Rechte”, Menschen wurden ausgerottet). Aber so ist das nunmal. Alle Abkommen werden weniger Intensiv wahrgenommen, je länger sie in der Geschichte zurückliegen. Man könnte es mit einer Schürfwunde vergleichen. Zu Beginn, kurz nachdem man vom Fahrrad gefallen ist, tut es weh, es brennt, die Haut ist oberflächlich weg und es blutet. Zwei Tage später sind schonwieder alle Pflaster ab und eine Woche nach dem kleinen Missgeschick sind nurnoch rote Flecken zu sehen, die eine weitere Woche später schon in Vergessenheit geraten sind.
Warum also sollte ein Abkommen über Menschenrechte oder Friedensverhandlungen länger in Erinnerung bleiben als eine Schürfwunde? (Nagut, etwas länger bleibt es schon präsent) Oha, da bin ich prompt gesellschaftskritisch geworden. Entschuldigung. Das kommt nicht wieder vor! Zumindest nicht in diesem Absatz, denn hier ist er auch schon vorbei. ……….. Zumindest sollte er das nun sein. Ah, da ist ja das Ende.
Untalentierte Personen haben allerdings doch ein Talent, allerdings kann man darauf nicht stolz sein, denn das Talent, welche die untalentierte Person dann doch zu einer talentierten Person macht (denn irgendetwas kann jeder…) ist eben die Affinität dazu, seine Ziele zu hoch zu stecken – nein ich werde nicht nocheinmal auf die Möchtegern-Superstars eingehen, die soviel Zeit damit investieren sich im TV zu blamieren, dass danach die ganze Bundesrepublik über sie lacht und sie dann doch eine traurige Berühmtheit erlangen… nu hab ich es doch gemacht, verdammt! – und zu hoch gesteckte Ziele sind eher negativ, denn wie groß kann die Niedergeschlagenheit schon sein, wenn man ein Ziel nicht erreicht? Richtig, gigantisch! Und wie groß ist die Freude, wenn man ein Ziel erfüllt hat, das viel zu einfach war? Richtig, weniger groß. Und wie groß ist die Freude, wenn man die Mathe-Klausur mit einer 4 bestanden hat? GIGANTISCH! Ich denke, das soll soweit zum Thema “Zieldefinition” reichen.
Jedenfalls kann es sein, dass der Haufen Hundekacke, der direkt vor den eigenen Füßen liegt übersehen wird, sobald man den Blick nach vorn richtet und schwupps sitzt man mitten drin – und steht vor Dieter Bohlen und singt um ihm zu schmeicheln “Chery Chery Lady” von Modern Talking…. ach Mist! Nun bin ich schonwieder bei den Castingshows. Verflixt und zugenäht! Abgeschafft gehören die!
Wie wärs mal mit einer Castingshow “Der beste Henker Deutschlands” und die Jury schaut sich das ganze von “Mittendrin statt nur dabei” an? Wär doch eine Idee? Würde allerdings dazu führen, dass das deutsche Volk noch schneller von der Welt verschwindet, wenn wir uns schon selbst zermetzeln. Dann heißt es bald, wenn wir mal wieder Polen überfallen:
“Achtung die Deutschen kommen!” – “Macht nichts, die sind nur vier.”
Bleibt die Frage, wie ich zu diesem Thema gekommen bin. Mir fiel einfach auf, dass ich in Städten immer mit dem Blick direkt vor mich auf den Gehweg herumlaufe. Besonders im Sommer ist es ärgerlich, schließlich laufen eine Menge hübsche Frauen in knapper, enger Kleidung durch die sonnenbeschienenen Straßen, gerade so, als würde Deutschland das neue Supermodel nicht auf Pro7 unter Magersüchtigen heraussuchen, sondern direkt in der Fußgängerzone um die Ecke. Leider verstehen sich auch diverse Pummelfeen als Supermodel und legen die Leginz für 6-Jährige an zum Schaulaufen. Da bin ich doch ganz glücklich, dass manche Hundehalter in Deutschland (so ca 2/3 aller Hundehalter in den Städten) keinen Wert darauf legen, den gemachten Haufen des Hundes in den extra bereitgestellten scharzen Tüten (die ich sonst nur aus Sexshops kenne) aufzusammeln und sich dessen im nächsten Mülleimer zu entledigen. Nein stattdessen wird noch über die Leute die Nase gerümpft, die in den Haufen treten, weil sie eben doch geradeaus gucken und nicht den ach so schön verfugten Pflastersteinweg der Fußgängerzone bewundern während sie gehen. Das Naserümpfen kommt übrigens wegen des Hundekotgestankes, nicht weil die Leute dämlich wären oder sonst etwas.
Nunja, man könnte nun eine groß angelegte Moral hinter diesem Text vermuten, aber es ist eigentlich ziemlich banal, denn es ist so, dass der Entwurf des Textes (bestehend aus dem ersten Absatz) hier schon eine Weile herumliegt und ich mir dachte, er solle doch endlich mal fertig sein, damit weniger Müll in der Ablage liegt, deswegen fing ich an zu texten und irgendwie kam das dabei heraus. Ob es gut oder schlecht ist, weiß der Geier, jedenfalls ist er an dieser Stelle nun fertig.
Hmm… wo hab ich nur wieder das Ende gelassen? Es muss hier doch irgendwo sein? Habt ihr es gesehen? Ach schau an… im 2. Absatz hat es sich versteckt, dieses hinterlistige Ding! Na warte, dich hol ich von deinem hohen Ross herunter! Ende, bei Fuß! Ha, geht doch!