Lange saßen die Forscher in ihren dunklen, von der Außenwelt abgeschotteten Laboren. Haben mit Fernrohren, die sie Teleskope nennen in die Welt hinausgestarrt – und ins Weltall, haben uns gesucht und nicht gefunden. Lange ernährten sie sich von nichts anderem als von Kaffee aus dem Automaten, Kaffee, der immer wenn jemand vorher einen Kakao aus dem Automaten gezogen hatte komischerweise weniger nach Kaffee als nach Kakao schmeckte und von der steten Überzeugung der Existenz von uns. Na gut, die eine oder andere Pizza vom italienischen Restaurant gegenüber, das Döner in der Speisekarte und einen Türken hinter der Theke hatte, dürfte auch zum Weiterleben der Forscher geführt haben. Aber wie dem auch sei, fanden sie keinerlei Beweis für unsere Existenz.
Und nun sind wir hier! Öffentlich! Für jeden lesbar! Unsere Existenz ist bewiesen! Komisch nur, dass es niemanden interessiert.
So wird weder die Bild-Zeitung darüber berichten, noch die Gala einen Artikel darüber schreiben. Auch im StudiVZ wird keine Gruppe aufgemacht – schließlich sind wir keine Aliens aus den unendlichen Weiten des Weltalls, hergekommen in unseren fliegenden Untertassen, die von keinem Radar der Welt geortet werden können, nicht um Uranus gekurvt, an der Sonne links abgebogen, über den Mond hinweggestiegen und dann auf der Erde gelandet, um die Menschheit zu versklaven und den Planeten auszubeuten. Das wäre schließlich total langweilig, da es das schon in so vielen Hollywood-Filmen gegeben hat, dass sich die Außerirdischen sicherlich etwas anderes überlegen werden als Welteroberungspläne. Vielleicht hätten sie die Ketchupindustrie übernommen und damit die Pommes- und Hamburgerindustrie infiltriert, wer weiß das schon?
Doch zurück zum Thema! Was sind wir? Naja… eigentlich sind wir nur “ich”. Ich für meinen Teil bin zuweilen recht gelangweilt und verspüre den Drang meine Gedanken in die Welt hinauszurufen! Nunja, rufen im Internet ist dank Youtube und diversen anderen Plattformen kein Problem mehr, aber hier wird sich (vorerst) das Rufen auf Schreiben beschränken. Wobei die Schranken nicht aufs Schreiben anzusetzen sind. Schließlich sind Gedanken unbeschränkt möglich – viele denken zwar beschränkt, aber das hängt eindeutig mit dem Intelligenzquotienten dieser Lebewesen zusammen. Fliegen zum Beispiel. Mit einer Gedächtnisleistung von 0,7 Sekunden gehören diese wohl zu den großen Aspiranten der “Ich lerne jeden Tag neue Leute kennen”-Lebewesen-Preisträger. Ähnlich wie der 10-Sekunden-Tom in “50 Erste Dates”. Die arme Sau. Aber in manchen Klausuren fühle ich mich genauso wie er es wohl tut. Stellt sich nur die Frage, ob er bemerkt, dass er eben noch etwas wusste, was er nun nicht mehr weiß. Oder jetzt, oder jetzt, oder jetzt? Oh, ich schweife ab.
Was bin ich nun? Ich würde sagen: “Ein ganz normaler Mensch mit ab und zu nicht ganz so normalen Gedankengängen”.
Soviel nun also zum Anfang. Der erste Beitrag steht und gibt auch gleich einen kleinen Einblick auf das, was Euch hier erwarten mag – sofern meine nicht ganz so normalen Gedankengänge nicht irgendwann ausbleiben.
Also, bis auf bald und “Langes Leben und Gesundheit”!